Peloponnes und Erdbeben

 

Erdbeben sind in Griechenland und insbesondere auch auf dem Peloponnes keine Seltenheit. In Europa ist Griechenland das am stärksten von Erdbeben betroffene Land. Kleinere Beben werden praktisch alle paar Tage registriert.

Grund für die häufig auftretenden Erdbeben in Griechenland ist ein tiefer Graben, der südlich der Halbinsel Peloponnes im Meer verläuft. Dort stoßen die afrikanische und die europäische Platte aufeinander. Dieser tektonische Graben ist rund 1000 Kilometer lang und reicht vom Süden der Türkei bis ins Ionische Meer. Dadurch entstehen jährlich hunderte Erdbeben.

Speziell auf dem Peloponnes und hier insbesondere am Golf von Korinth kommt es fast täglich zu kleinen Erdbeben. Aber auch stärkere Beben treten immer wieder auf.

Bei einem der schweren Erdbeben wurde die Stadt Kalamata 1986 fast vollständig zerstört. Bei diesem Beben der Stärke 6,2 auf der Richterskala  verließen 20.000 Menschen damals in Panik die Stadt. Die verbliebenen rund 24.000 Einwohner lebten jahrelang in Containern, Zelten und auf Schiffen. Noch heute sind die Schäden an einigen Häusern in der Innenstadt zu erkennen.

Seit einigen Jahren ist es in Griechenland Pflicht, neue Häuser "erdbebensicher" zu bauen. Diese Betonskelettbauweise ist vielerorts zu erkennen, da die Häuser oft erst nach und nach komplett ausgebaut werden. So entstehen viele neue Häuser, die äußerlich als traditionelles Steinhaus erscheinen, aber aus einem Stahlbetongerüst bestehen.

Auch wenn die Erdbeben häufig auftreten, besteht für Urlaubsgäste in Griechenland kein Grund zur Panik. Die Zahl der zu Schaden kommenden Menschen ist relativ gering und die meisten Häuser und Wohnungen, die für Touristen angeboten werden, sind bereits in erdbebensicherer Bauweise errichtet worden. Lediglich die Häuser, die noch tatsäschlich in der traditionellen Stein auf Stein-Bauart errichtet wurden, bergen ein höheres Risiko des Einsturzes bei einem Erdbeben.

Aktuelle Informationen gibt es beim Europäischen Mittelmeer-Erdbeben-Zentrum.

 

Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2014