Energieversorgung in Griechenland

 

In Griechenland heißt es erst einmal zur Energiegewinnung: Atomkraft - Nein Danke !

Die Stromerzeugung in Griechenland hat verschiedene wichtige Energieträger. Hier sind zu nennen: Erdgas, Kohle, Wasserkraft, Sonne und Wind. In den letzten Jahren haben sich die Anteile der einzelnen Energieträger aber deutlich vorschoben. Noch vor einigen Jahren war die Kohle hauptsächlich an der Stromgewinnung beteiligt. Dieser Anteil ist zu Gunsten der erneuerbaren Energieträger nach und nach zurück gegangen.

Megalopoli-Braunkohlekraftwerde

Die Umweltschutzorganisation WWF  hat vor einigen Jahren eine Liste der "dreckigsten Kraftwerke der EU" aufgestellt. Hier liegen zwei griechische Kohlekraftwerke auf Platz 1 (Kraftwerk Agios Dimitrios) und 2 (Kraftwerk Kardioa). Als Deutsche Staatsbürger sollte man allerdings nicht direkt mit dem Finger auf die Griechen zeigen. Unter den ersten zehn dieser Liste befinden sich nämlich auch sechs deutsche Kraftwerke.

Anteile der Energieträger an der Stromproduktion in Griechenland:

Braunkohle: 22,39 %
Erdgas: 28,09 %
Wasserkraft: 18,17 %
Erneuerbare Energien: 31,35 %

Die erneuerbaren Energien (EE) teilen sich wie folgt auf: Gut 90 Prozent fallen auf Photovoltaik- und Windkraftanlagen, wobei letzter einen etwas höheren Anteil haben. Kleinere Wasserkraftanlagen wurden ebenfalls bei den EE mit berücksichtigt. Ein weiterer Anteil entfällt auf Biomasse/Biogas.

(Quelle: Griechische Strombörse HEnEx - Daten von 2108)

 

Bei diesen Zahlen ist nicht berücksichtigt, dass in Griechenland bereits seit langem die Solarenergie zur Gewinnung von Warmwasser eingesetzt wird. Hier genügt ein Blick auf die Häuser, um zu sehen, dass dieser Anteil nicht gering ist.

An Kraftwerken auf dem Peloponnes ist in erster Linie das Braunkohlekraftwerk bei Megalopolis zu nennen. Direkt am Kraftwerk befindet sich auch das Braunkohlevorkommen, was den Standort erklärt.

 

Solarenergie in Griechenland

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass in einigen Regionen nach und nach kleinere, dezentrale Solaranlagen zur Energiegewinnung entstehen. Diese liegen oft versteckt im Landesinneren und fallen aufgrund ihrer geringen Größe in der Landschaft kaum auf. Auch wenn Griechenland rund 300 Sonnentage hat, muß und wird hier einiges investiert.

Solaranlage auf dem Peloponnes Photovoktaik-Anlage auf dem Peloponnes in Griechenland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch beim zügigen Ausbau der Solarenergie hindert die Bürokratie. Genehmigungsverfahren ziehen sich über einen unnötig langen Zeitraum hin und schrecken dadurch natürlich auch potenzielle Investoren, nicht nur aus dem Ausland, ab.

 

 

Letzte Aktualisierung: 10. März 2020