Anreise von Deutschland nach Griechenland bzw. dem Peloponnes

 

Eigentlich gibt es nur zwei gängige Arten zum Peloponnes zu reisen, entweder mit dem Flugzeug oder mit dem eigenen Fahrzeug. Es gibt natürlich auch noch die kaum genutzte Möglichkeit mit Bus oder Bahn nach Griechenland zu kommen. Dies hängt aber mit ziemlichen Strapazen zusammen und muss auch nicht die günstigste Art der Anreise sein. Deshalb wird hier nur auf die beiden üblichen Arten nach Griechenland zu reisen eingegangen.

 

Mit dem Flugzeug:

Von Deutschland aus zum Peloponnes wird nur Araxos (bei Patras) und Kalamata direkt angeflogen.

Nur noch TUIfly bietet nach unseren Recherchen Direktflüge nach Patras (Araxos) an und zwar in der Saison von Düsseldorf, Frankfurt, Münschen und Stuttgart. Außerdem gibt es von Mitte Juni bis Mitte Oktober noch Direktflüge von Wien nach Kalamata. Airberlin fliegt in der Saison von Zürich nach Kalamata.

Aegean bietet Direktflüge von Düsseldorf und München nach Kalamata (KLX) an. Von anderen deutschen Städten werden lediglich Fllüge mit Zwischenstopp nach Kalamata angeboten. Dafür werden diese Direktfläge fast das ganze Jahr über angeboten.
Condor bietet 2017 wieder Direktflüge von München und Frankfurt nach Kalamata an. Allerdings auch nur von Juni bis Oktober.

Airberlin bietet  Flüge von verschiedenen deutschen Airports nach Kalamata an, allerdings mit einem Zwischenstopp in Wien. Dadurch verlängert sich die Flugzeit deutlich. Oder eben Direktflüge von Wien.

Je nachdem, welches Reiseziel auf dem Peloponnes angesteuert wird, ist der Flughafen von Athen eine gute Alternative. Hierhin gibt es viele Direktflüge von Deutschland aus, die meist auch günstig angeboten werden. Durch die neue Autobahn von Korinth bis Kalamata ist es auch kein Problem mit dem Mietwagen eine Möglichkeit das Urlaubsziel am südlichen Peloponnes einigermaßen zeitnah zu erreichen.

 

 

Mit dem Fahrzeug:

Diese Anreise empfiehlt sich eigentlich nur, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist, da es schon mehrere Tage dauert, bis der Peloponnes erreicht ist.

Die meisten fahren über Italien und setzen von dort mit der Fähre nach Griechenland über. Je nachdem von wo aus angereist wird, empfehlen sich sich die Häfen von Venedig, Triest oder Ancona. Es gibt zwar noch die Möglichkeit im Süden von Italien (Bari, Brindisi) die Fähre zu benutzen, jedoch sind die Preise kaum günstiger und es kommen dann noch die Kosten für Kraftstoff und Autobahngebühr hinzu. Dies ist eher für Personen interessant, die nur möglichst kurz auf dem Schiff sein möchten.

Mit den schnellen Fähren nach Griechenland dauert die Überfahrt von Venedig / Triest (über Ancona) nach Patras mit Zwischenstopp in Igoumenitsa rund 35 Stunden. Von Ancona nach Patras mit Zwischenstopp in Igoumenitsa dauert die Schiffsreise rund 21 Stunden. Die Preise bei diesen beiden Routen unterscheiden sich kaum. In der Vor- und Nachsaison fahren die Fähren von Ancona nach Patras um Kraftstoff zu sparen langsamer, d. h. rund 24 Stunden.
Achtung: Seit 2014 legen die Fähren von Venedig von einem anderen Hafen ab, womit die Fahrt durch die Altstadt von Venedig entfällt. Die Adresse ist:
FUSINA FERRY TERMINAL
Via dell' Elettronica
30176 Fusina (Venezia)
GPS Daten: N45° 42' 51.57", E12° 25' 42.03"

 

 

Panoramablick von der Fähre auf Ancona

Panoramablick von der Fähre auf Ancona

 

Die Preise für die Fähren nach Griechenland sind seit 2012 kaum gestiegen. Bei der Buchung ist darauf zu achten, dass Treibstoffzuschläge (bei Anek/Supterfast 15,-- Euro pro Person und Fahrzeug auf jeder Strecke) von den Fährgesellschaften erhoben werden. Mittlerweile sind die Treibstoffzuschläge teilweise auch direkt in den Preisen für Person bzw. Fahrzeug eingerechnet. Auf jeden Fall ist darauf zu achten. Andererseits gibt es für viele Personengruppen Rabatte (z. B. für Jugendliche, Senioren, Mitgliedern von Automobilclubs etc.). Im Vergleich zu anderen Fährverbindungen in Europa sind die Griechenlandfähren auf jeden Fall als preiswert zu bezeichnen. Gebucht werden kann direkt bei den Fährgesellschaften (Anek, Minoan, Superfast) oder bei einer der vielen Agenturen.

Weitere Informationen zu den Fähren bzw. Fährgesellschaften gibt es bei unserem Artikel über Camping an Bord.

 

Neuer Hafen im Süden von Patras ist in Betrieb genommen!

Der neue Fährhafen von Patras ist mehr oder weniger leise seit Mitte Juli 2011 in Betrieb genommen worden. Die Anfahrt durch Patras entfällt damit für alle, die mit der Fähre nach Italien fahren. Das Ganze soll noch etwas unstrukturiert sein, insbesondere zu Zufahrt zum Check-In (linke, blaue Spur) und zum anschließenden Security-Check (mittlere, rote Spur). Leider gibt es zur Zeit (Okt. 2011) auch noch keine Hinweisschilder über den Spuren. Dies ist auch bis heute (Juni 2012) so geblieben!

---> Anfahrtskizze Neuer Süd - Hafen von Patras in englisch

 

Anreise über "Ex-Jugoslavien"

Aufgrund der begrenzten Plätze (gerade bei Camping an Bord) auf den Fähren von Italien nach Griechenland gewinnt der "Landweg" über Ex-Jugoslavien für viele wieder an Bedeutung. Die mittlerweile zum Großteil gut ausgebaute Strecke (meist Autobahnen) führt allerdings über mehrere Grenzen. Auf einigen Strecken muß auch Autobahngebühr gezahlt werden.

 

Letzte Aktualisierung: 28. April 2017


 

Die Strecke über den Balkan gefahren?

Weiterlesen